Header
EN | DE

Forschungsprogramm

Forschungsgegenstand des Instituts für europäische Integrationsforschung (EIF) ist die Politik der Europäischen Union inklusive der direkten und indirekten Europäisierungseffekte auf nationaler und globaler Ebene.

I. Thematische Ausrichtung

Analysiert werden die Kompetenzbereiche und Regulierungsmuster der EU sowie die damit verbundene Problemlösungsfähigkeit im europäischen Mehrebenensystem. Innerhalb dieses Themenbereiches können drei ineinander greifende Forschungsfelder unterschieden werden:

In allen Aktivitäten fühlt sich das EIF den strengsten wissenschaftlichen Standards verpflichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen sowohl im Rahmen der Theoriebildung wie auch in der einschlägigen empirischen Forschung zum Fortschritt der Wissenschaft bei. Dabei wird besonders darauf abgezielt, aufbauend und projektübergreifend Wissen zur europäischen Integration im Allgemeinen sowie zu verschiedenen Politikfeldern der EU im Besonderen zu generieren. Die Teamarbeit im Institut sowie die Kooperationen mit externen, oft internationalen Projektpartnern und die Einbindung in Exzellenznetzwerke der Europaforschung tragen maßgeblich zur erfolgreichen Durchführung von Projekten bei. Auf Grundlage sorgfältig elaborierter Forschungsdesigns werden problemorientiert die jeweils adäquaten wissenschaftlichen Methoden und Forschungspraktiken eingesetzt.

 

II. Spezieller Forschungsansatz: EU-Politikfelder als Vergleichseinheiten

Die europäische Integration ist kein einheitliches Phänomen. Als wesentliches Charakteristikum weist sie vielmehr bedeutende Unterschiede zwischen einzelnen Politiken auf. Das gilt selbst für so grundlegende Faktoren wie

Diese und andere politikfeld-spezifische Unterschiede zu berücksichtigen eröffnet die Möglichkeit, durch systematisch vergleichende Gegenüberstellungen von verschiedenen Aktivitätsfeldern der Europäischen Union entscheidend zum besseren Verständnis des europäischen Mehrebenensystems beizutragen. Zentrale Forschungsfragen können so leichter in aufbauenden, variablenorientierten Studien bearbeitet werden, z. B.:

Die differenzierte Betrachtung einzelner EU-Politiken und der anhand von spezifizierten Variablen strukturierte Vergleich sind heute unentbehrliche Instrumente in der Forschung zur europäischen Integration und kommen daher am EIF gezielt zum Einsatz. Langfristig ist es ein besonderes Anliegen, die (ihrerseits meist bereits komparatistisch an­gelegten) Einzelprojekte auf einer Metaebene wiederum vergleichend aufeinander zu be­ziehen und aus dieser Analyse Konklusionen mit noch höherem Abstraktionsgrad zu ziehen, um langfristig zur Entwicklung einer Theorie der politischen Gestaltung und der Problemlösungsfähigkeit in Mehrebenensystemen am Beispiel Europas beizutragen.

 

III. Forschungsfelder

Das EIF ist auf Teamarbeit spezialisiert und arbeitet projektbezogen in flexiblen Kombinationen. Thematisch können die Studien dabei lose in drei Bereiche eingeteilt werden, die aber ineinander greifen und daher eine mehrfache Zuordnung von Projekten (gegebenenfalls mit unterschiedlichen Gewichtungen) nicht ausschließen. Zwei Gruppen von EU-Politiken können danach unterschieden werden, ob sie sich primär an die Mitglied- oder aber an Drittstaaten wenden und daher typischerweise spezifischen Rahmenbedingungen und Dynamiken unterliegen. Zugleich geht es darum, in einem dritten Schwerpunkt neben den diversen politischen Herausforderungen und den auf Unionsebene gewählten konkreten Problemlösungsansätzen auch die praktische Umsetzung und die Folgen dieser Maßnahmen zu analysieren, welche wiederum nach Sektor und gewähltem Politikinstrument variieren werden.

Forschungsfelder:

Grafik

IV. Besondere Forschungs- und Publikationsstrategien

Auf Ebene der Forschungs- und Publikationsstrategien verfolgt das EIF gezielt die Verbindung von Innovation und Konsolidierung. Die heutige Wissenschaft kämpft mit mehreren Herausforderungen: a) Über-Spezialisierung nach quantitativen vs. qualitativen Methoden, Themen und Theorieschulen mit daher abnehmender Relevanz der Ergebnisse; b) Übermäßiges Wachstum von Publikationen bei schrumpfendem Neuigkeitswert; c) Wachsende Hürden bei der Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen, v. a. aufgrund der Publikationsökonomie gewinnorientierter Verlage. Daher übt das EIF eine Brückenfunktionen aus, für die eine Forschungsplattform in besonderem Maße geeignet scheint. Ziel sind aussagekräftige Metaebenen-Analysen, die über einzelne Politikfelder und Theorieansätze hinausgehen und den Forschungsstand auf empirischer wie abstrakter Ebene sowohl kondensieren als auch voranbringen. Beispiele dafür sind

Mit solchen gemeinwohlorientierten und konsolidierenden Aktivitäten möchte das EIF längerfristig eine Art Leuchtturm-Funktion für die internationale Europaforschung ausüben.

up